Wenn die Welt laut wird, wächst in vielen Menschen ein leiser Wunsch: endlich wieder inneren Halt finden. Genau dort setzt dieses Gespräch an. Es kreist um eine Frage, die heute viele bewegt: Wie kann Hoffnung bestehen, wenn wirtschaftliche Unsicherheit, Krieg, Angst, Manipulation und gesellschaftliche Spaltung zunehmen? Und welche Rolle spielen Glaube, Selbstverantwortung und innere Klarheit dabei?
Im Geist von wikiSana wird hier nicht nur an Symptomen entlanggedacht, sondern an Ursachen. Nicht nur außen, sondern auch innen. Nicht nur Kopf gegen Kopf, sondern Brücke zwischen Verstand und Herz, zwischen Schulmedizin und Ganzheitsmedizin, zwischen Weltgeschehen und persönlicher Haltung.
Dieses Interview bündelt die wesentlichen Gedanken des Abends in klarer, verständlicher Form. Es lädt Sie ein, nicht auf die nächste Schlagzeile zu warten, sondern bei sich selbst zu beginnen.
Die Sendung
Inhaltsverzeichnis
- Ein Gespräch über das, was Menschen in Krisenzeiten wirklich trägt
- Glaube greifbar machen statt abstrakt darüber reden
- Warum viele Menschen den Zugang zum Glauben verloren haben
- Angst verstehen statt sie nur bekämpfen
- Wandel gehört zum Leben, auch im Beruf und in der Gesellschaft
- Die Kraft der inneren Ausrichtung
- Touchdown, Tiefpunkt und Metamorphose
- Die äußeren Krisen als Spiegel der inneren Konflikte
- Polieren des Herzens statt Flucht in schöne Worte
- Wenn Sie Liebe wollen, müssen Sie selbst lieben
- Kann ein einzelner Mensch überhaupt starre Systeme verändern?
- Welche Haltung trägt durch diese Zeit?
- FAQ zu Glaube, Hoffnung, Wandel und wikiSana
- Weitere Orientierung, wenn Sie tiefer gehen möchten
- Abschließende Gedanken
Ein Gespräch über das, was Menschen in Krisenzeiten wirklich trägt

Herr Glogg, warum ist das Thema Glaube, Hoffnung und Wandel heute so wichtig?
Weil wir in einer Zeit leben, in der viele Gewissheiten brüchig geworden sind. Menschen spüren wirtschaftlichen Druck, erleben politische Spannungen, hören täglich von Krieg, Mangel und Unsicherheit. Das alles wirkt nicht nur auf den Kopf, sondern auf den ganzen Menschen.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur: Was geschieht in der Welt? Sondern auch: Was geschieht in uns, während die Welt geschieht? Genau hier wird Hoffnung zu mehr als einem schönen Wort. Sie wird zu einer inneren Kraft. Und Glaube wird zu einer Form von Ausrichtung.
Im Gespräch fiel auf, dass Hoffnung ambivalent gesehen wurde. Warum?
Weil Hoffnung für manche noch etwas Unsicheres in sich trägt. Wer hofft, muss einräumen, dass etwas auch scheitern könnte. Darum wurde die Gegenposition eingebracht: nicht bloß hoffen, sondern eine innere Gewissheit entwickeln.
Diese Gewissheit entsteht nicht aus Verdrängung. Sie entsteht aus einem Zustand innerer Stabilität. Wer in sich ruht, lässt sich weniger leicht von Schlagzeilen, Angstrhetorik oder medialer Dramatisierung hin und her ziehen. Das ist ein entscheidender Punkt. Manipulation funktioniert am leichtesten dort, wo Menschen innerlich unsortiert sind.
Was stärkt eine solche innere Gewissheit?
Im Gespräch wurden mehrere Wege genannt:
- Gebet und Meditation
- spirituelle Texte, die aufrichten statt herunterziehen
- eine bewusste Ausrichtung auf Vertrauen statt auf Daueralarm
- die Entscheidung, sich nicht ständig in fremde Ängste hineinziehen zu lassen
Die dahinterliegende Haltung ist einfach: Der Mensch kann wählen, auf welcher inneren Ebene er lebt. Er kann sich mit Chaos verbinden oder mit Klarheit. Er kann sich an Mangel orientieren oder an einer tragenden Ordnung des Lebens.
Glaube greifbar machen statt abstrakt darüber reden

Viele Menschen tun sich heute schwer mit dem Begriff Gott. Wie kann Glaube trotzdem lebendig werden?
Ein zentraler Gedanke des Abends war: Für viele ist Gott zu abstrakt geworden. Ein ferner Begriff trägt in Krisenzeiten oft nicht. Deshalb hilft es, das Göttliche für sich konkret zu machen.
Einige Religionen arbeiten mit Bildern, andere mit Namen, Eigenschaften oder inneren Qualitäten. Im Sufismus etwa wird Gott über seine Namen erfahrbar gemacht, etwa als der Barmherzige. Das ist mehr als Theologie. Es ist eine Übung der Verkörperung.
Die Frage lautet dann nicht nur: Glaube ich an einen barmherzigen Gott? Sondern: Lasse ich Barmherzigkeit durch mich in die Welt kommen? Gegenüber Menschen, Tieren, Pflanzen, der Umwelt und mir selbst?
Dadurch wird Glaube konkret. Er bleibt nicht im Kopf. Er formt den Alltag.
Was bedeutet in diesem Zusammenhang der Satz, dass das Göttliche auch im Menschen selbst liegt?
Damit ist gemeint: Das Höhere ist nicht nur außerhalb von uns zu suchen. Es gibt im Menschen einen inneren Raum, einen Funken, ein Zentrum, das mit dieser göttlichen Wirklichkeit verbunden ist. Wer das entdeckt, lebt anders.
Dann ist Glaube nicht mehr bloß Zustimmung zu einem Lehrsatz. Dann wird er Erfahrung. Und aus Erfahrung wächst jene Ruhe, die man heute vielerorts vermisst.
Wer diesen Zugang vertiefen möchte, findet im Umfeld von wikiSana Mitgliedschaften einen Raum, in dem ganzheitliche Inhalte werbefrei und vertieft zugänglich gemacht werden.
Warum viele Menschen den Zugang zum Glauben verloren haben
Liegt das Problem auch an den religiösen Erfahrungen der Vergangenheit?
Ja, das wurde sehr offen angesprochen. Gerade Menschen, die mit Angst, Schuld, Druck oder autoritären religiösen Strukturen aufgewachsen sind, haben oft kein Vertrauen zu spirituellen Begriffen entwickelt. Wenn Religion vor allem Kontrolle, Bewertung und Anpassung vermittelt, bleibt beim Kind selten Liebe zurück.
Genau deshalb ist es so wichtig, zwischen echter spiritueller Erfahrung und verletzenden religiösen Prägungen zu unterscheiden.
Kann eine Krise helfen, diesen Zugang neu zu finden?
Oft ja. Mehrere Gedanken des Gesprächs liefen auf dasselbe hinaus: Tiefe Erfahrungen entstehen nicht immer auf sonnigen Höhenwegen. Manchmal beginnen sie dort, wo ein Mensch an seine Grenze kommt.
Petra Eichenberger beschrieb, wie ein schwerer gesundheitlicher Einschnitt in jungen Jahren etwas in ihr geöffnet hat. Nicht sofort als fertige Antwort, sondern zunächst als inneres Wissen: Es gibt auch in dunklen Phasen einen tragenden Grund. Man darf fallen. Man darf leiden. Man darf zeitweise am Boden sein. Und gerade daraus kann Vertrauen wachsen.

Das ist eine wichtige Gegenstimme zur heutigen Selbstoptimierung. Nicht jeder Schmerz muss sofort wegoptimiert werden. Manchmal will das Leben gerade dort etwas zeigen.
Angst verstehen statt sie nur bekämpfen

Wie wurde das Thema Angst medizinisch und menschlich eingeordnet?
Sehr differenziert. Angst wurde nicht als Feind beschrieben, sondern als Signal. Sie bezieht sich oft auf den Körper, auf Überleben, auf Verlust, auf die Vorstellung von Ende. Sie denkt gern in Extremen. Ein kleines Risiko reicht schon, und innerlich läuft das Alarmsystem auf Hochtouren.
Das Problem beginnt dort, wo ein Mensch jede unangenehme Empfindung sofort loswerden will. Dann wird nicht mehr gefragt: Was will mir diese Angst zeigen? Sondern nur noch: Wie bringe ich sie schnell zum Schweigen?
Ein Beispiel dafür sind körperliche Symptome. Ein Schmerzmittel kann Schmerzen dämpfen. Doch die tiefere Frage bleibt oft unberührt. Was möchte das Symptom mir mitteilen?
Was ist der heilsamere Umgang mit Angst?
Angst ernst nehmen, aber nicht zum Regisseur des Lebens machen. Im Gespräch wurde das Bild eines inneren Teams verwendet. Angst ist eine Stimme in uns, aber nicht die einzige. Da gibt es auch den erwachsenen Anteil, das innere Kind, das Gewissen, die Vernunft, die Seele, die tiefere Intuition.
Wenn diese Stimmen wieder ins Gespräch kommen, verliert Angst ihre absolute Macht. Dann wird sie vom Diktator zum Hinweisgeber.
Welche Perspektive hilft zusätzlich?
Die Erinnerung an die eigene Endlichkeit. Das klingt zunächst streng, ist aber befreiend gemeint. Wir sind Gäste auf dieser Erde. Niemand hat einen Vertrag über Dauer unterschrieben. Wenn diese Wahrheit nicht verdrängt wird, verschieben sich Prioritäten.
Dann wird weniger wichtig, wie viel jemand verdient oder leistet. Wichtiger wird die Frage: Hat dieser Mensch Herzen berührt? Hat er Verbindung geschaffen? Hat er Liebe in Handlung übersetzt?
Wandel gehört zum Leben, auch im Beruf und in der Gesellschaft
Wie wurde mit wirtschaftlicher Unsicherheit und Jobverlust umgegangen?
Mit Nüchternheit und Perspektive. Wandel ist kein Sonderfall der Gegenwart. Berufe verschwinden, neue entstehen, gesellschaftliche Strukturen verändern sich. Das war historisch immer so.
Leid entsteht oft nicht nur durch die Veränderung selbst, sondern durch den Widerstand gegen sie. Wer beginnt zu fragen, was sich tatsächlich wandelt und wie man sich sinnvoll anpassen kann, gewinnt Handlungsspielraum zurück.
Auch das ist eine Brücke, die wikiSana immer wieder betont: zwischen Ursache und Wirkung, zwischen äußerer Veränderung und innerer Reaktionsfähigkeit.
Heißt das, man soll alles einfach hinnehmen?
Nein. Es geht nicht um Passivität. Es geht um einen klaren Unterschied: Reagiere ich aus Panik oder aus innerer Sammlung? Wer in Angst erstarrt, verliert seine Kraft. Wer sich sammelt, erkennt Möglichkeiten.
Die Kraft der inneren Ausrichtung

Ein wichtiger Gedanke war die „automatische Konzentration“. Was bedeutet das?
Damit ist gemeint, dass Menschen sich oft unbewusst auf etwas ausrichten. Manche stehen morgens auf und ihr Inneres ist sofort auf Schwere eingestellt. Ein negativer Gedanke zieht den nächsten an. Ohne es zu merken, sprechen sie den ganzen Tag ein inneres Mantra aus Sorge, Frust oder Resignation.
Andere richten sich eher auf das Gelingende aus. Doch auch das geschieht oft unbewusst.
Die eigentliche Aufgabe besteht darin, diese automatische Ausrichtung wahrzunehmen. Worauf konzentriert sich ein Mensch ständig? Auf das, was er fürchtet? Oder auf das, was er kultivieren will?
Was ist praktisch zu tun?
Es wurde sehr konkret:
- sich im Tagesverlauf beobachten
- wiederkehrende Gedankenmuster erkennen
- prüfen, woher diese Gedanken überhaupt stammen
- bewusst entscheiden, welchen Gedanken und Informationen man das Herz öffnet
- Zeit gezielt in das investieren, was wirklich Priorität hat
Das ist Selbstdisziplin im besten Sinn. Nicht hart gegen sich selbst, sondern wach gegenüber dem, was im Inneren geschieht.
Welche Rolle spielen Medien dabei?
Eine große. Mehrere Stimmen betonten, wie stark sich das Unterbewusstsein von Nachrichten, Dauerkommentaren und digitalen Reizketten füttern lässt. Wer ständig Angstbilder aufnimmt, wundert sich später oft, dass innere Ruhe fehlt.
Darum entschieden sich manche bewusst dafür, keine täglichen Nachrichten zu konsumieren oder den Medienkonsum stark zu begrenzen. Nicht aus Weltflucht, sondern aus Verantwortung für die eigene seelische Hygiene.
Gerade in einer Zeit der Informationsüberflutung ist wikiSana für viele interessant, weil dort Wissen gezielter, ruhiger und thematisch geordnet zugänglich gemacht wird. Laut den Angaben der Plattform sind über 10.000 Sendungen in einer einzigartigen Streaming-Datenbank verfügbar. Mit KI-Sana lassen sich relevante Inhalte präzise suchen, werbefrei und mit dem Ziel, Inhalte aus der ganzheitlichen Medizin und Persönlichkeitsentwicklung möglichst frei zugänglich zu machen.
Touchdown, Tiefpunkt und Metamorphose

Muss der Mensch erst ganz unten ankommen, bevor sich wirklich etwas verändert?
Nicht zwingend. Aber oft wird am Tiefpunkt sichtbar, was vorher überdeckt war. Im Gespräch wurde darauf hingewiesen, dass viele erfolgreiche oder gereifte Menschen einen echten Einbruch erlebt haben, bevor sie ihren Weg klarer fanden.
Der Tiefpunkt ist dabei nicht romantisch zu verklären. Er ist schmerzhaft. Aber er kann entlarven, was nicht trägt. Und genau darin liegt seine Kraft.
Warum tauchte immer wieder das Bild von Raupe, Kokon und Schmetterling auf?
Weil es den inneren Wandel sehr anschaulich beschreibt. Entwicklung ist nicht bloß ein lineares Besserwerden. Sie ist Verwandlung. Ein Samen muss in die Erde. Eine Raupe muss sich auflösen, damit ein Schmetterling entsteht.
Besonders schön war der Gedanke, dass die entstehenden Schmetterlingszellen in der Raupe nicht aggressiv kämpfen. Sie bleiben da, verbinden sich und werden allmählich so stark, dass das alte System sie nicht mehr aufhalten kann.
Das ist eine starke Metapher für unsere Zeit. Heilender Wandel entsteht nicht unbedingt durch Gegenkampf. Oft wächst er durch konsequente Verkörperung des Neuen.

Was bedeutet das für den Alltag?
Nicht gegen jede Dunkelheit frontal anrennen. Sondern das leben, was richtig ist. Nicht jede destruktive Struktur spiegeln. Sondern eine andere Qualität aufbauen, ruhig, klar und beständig.
Die äußeren Krisen als Spiegel der inneren Konflikte

Es wurde gesagt, die Kriege der Welt seien auch die Kriege in uns. Wie ist das zu verstehen?
Gemeint ist: Das Außen fällt nicht völlig vom Himmel. Es spiegelt auch den inneren Zustand der Menschen. Wenn in Millionen Menschen Unruhe, Aggression, Gier, Spaltung und Abwehr wirken, dann zeigt sich das irgendwann auch gesellschaftlich, politisch und kulturell.
Deshalb beginnt Frieden nicht erst am Verhandlungstisch. Er beginnt im Menschen selbst. Schon eine Verringerung innerer Konflikte kann Wirkung entfalten.
Heißt das, man soll sich nur noch um sich selbst kümmern?
Nein. Es heißt nur, dass ohne innere Klärung äußerer Aktivismus oft im alten Muster stecken bleibt. Wer im Inneren denselben Kampf trägt, den er draußen bekämpfen will, reproduziert leicht genau das, was er überwinden möchte.
Diese Sicht erinnert an Ansätze aus der Neuropsychologie ebenso wie an spirituelle Traditionen, die seit Jahrhunderten lehren, dass Wahrnehmung und Wirklichkeit enger verbunden sind, als wir meist annehmen.
Polieren des Herzens statt Flucht in schöne Worte

Was meint das Bild vom „Spiegel des Herzens“?
Im Sufismus ist das Herz nicht bloß Sitz von Gefühlen. Es ist ein Erkenntnisorgan. Ein alter Spiegel reflektiert nur dann klar, wenn er gereinigt und poliert wird. Übertragen heißt das: Solange der Mensch innerlich von Angst, Eitelkeit, ungeklärten Mustern und Fremdmeinungen überlagert ist, sieht er weder sich selbst noch das Göttliche klar.
Innere Reinigung bedeutet deshalb keine moralische Selbstbestrafung. Sie bedeutet Klärung. Was in mir ist wirklich meins? Was ist übernommen? Was ist verzerrt? Was ist wahr?
Warum reicht rein philosophisches Reden über Spiritualität nicht aus?
Weil Worte ohne innere Arbeit schnell leer werden. Wer nur schöne Begriffe sammelt, aber sich selbst nicht beobachtet, nicht prüft, nicht verwandelt, bleibt an der Oberfläche.
Deshalb wurde die spirituelle Praxis immer wieder auf Alltagstauglichkeit zurückgeführt: Selbstreflexion, Unterbrechung negativer Gedankenspiralen, bewusste Ausrichtung, liebevolles Handeln.
Gab es dafür auch ein ganz praktisches Beispiel?
Ja. Ein Teilnehmer beschrieb, wie ihn negative Gedanken manchmal regelrecht überfallen. Die Antwort darauf ist eine blitzschnelle innere Prüfung: Wo bin ich gerade wirklich? Ist in diesem Moment tatsächlich eine reale Bedrohung da? Kann das Gedankentheater gerade etwas lösen? Wenn nicht, wird der Gedanke bewusst losgelassen und die Aufmerksamkeit zurück in die Wirklichkeit geholt.
Diese Form von Selbstreflexion ist schlicht, aber sehr wirksam.
Wenn Sie Liebe wollen, müssen Sie selbst lieben

Was war die vielleicht klarste spirituelle Botschaft des Abends?
Dass der Mensch das, was er in der Welt sehen möchte, selbst verkörpern muss. Wer eine liebevolle Welt will, muss selbst lieben. Wer Barmherzigkeit sucht, muss barmherzig sein. Wer Frieden erwartet, muss seinen eigenen inneren Krieg verringern.
Das ist unbequem, aber kraftvoll. Es verlagert Verantwortung zurück ins eigene Leben.
Und welche Rolle spielen heilige Schriften dabei?
Sie wurden nicht abgewertet, aber richtig eingeordnet. Heilige Texte können erinnern, inspirieren, orientieren. Doch die Zeichen des Göttlichen finden sich nicht nur in Büchern. Sie finden sich auch im Menschen selbst, in der Natur, im Leben, im Himmel, im Mitgefühl, in der Wahrheit des Herzens.
Wenn ein Mensch lesen lernt, was in ihm und um ihn herum geschrieben steht, wird Spiritualität lebendig.
Kann ein einzelner Mensch überhaupt starre Systeme verändern?

Viele fragen sich: Reicht innere Arbeit wirklich aus, um Politik und Gesellschaft zu verändern?
Diese Frage ist berechtigt. Die Antwort im Gespräch war differenziert: Parteien, Systeme und Organisationen sind letztlich Ausdruck von Menschen. Sie handeln nicht unabhängig von den Bewusstseinslagen derjenigen, die sie tragen.
Darum ist die Hoffnung weniger auf Institutionen als auf Menschen gerichtet. Wenn Menschen sich verändern, verändern sich langfristig auch die von ihnen geschaffenen Strukturen.
Was fehlt derzeit am meisten?
Die Fähigkeit, einander zuzuhören. Nicht nur politisch. Auch religiös, kulturell, familiär und gesellschaftlich. Viele reden noch, aber sie hören nicht mehr. Sie antworten, bevor sie verstanden haben.
Wirklicher Wandel beginnt dort, wo wieder Dialog möglich wird. Wo Perspektiven nicht sofort abgewehrt, sondern geprüft werden. Wo Menschen lernen, dass Unterschied nicht automatisch Feindschaft bedeutet.
Hier lohnt auch ein Blick auf Forschungsfelder wie Gewaltfreie Kommunikation, die zeigen, wie sehr Verständigung von innerer Haltung, Sprachbewusstsein und echter Präsenz abhängt.
Welche Haltung trägt durch diese Zeit?
Wenn Sie das Gespräch auf eine Essenz verdichten müssten, wie würde sie lauten?
Weniger Außenfixierung, mehr innere Sammlung. Weniger Reizaufnahme, mehr Bewusstheit. Weniger Angstpflege, mehr Herzenspflege. Weniger bloße Empörung, mehr Verkörperung dessen, was richtig ist.
Oder anders gesagt:
- Orientieren Sie sich nicht nur an dem, was draußen tobt.
- Stärken Sie Ihren inneren Kern.
- Prüfen Sie, welche Gedanken Sie nähren.
- Reduzieren Sie unnötige Angstquellen.
- Bleiben Sie beweglich im Denken und im Körper.
- Pflegen Sie Ehrfurcht vor dem Leben.
- Hören Sie anderen wieder wirklich zu.
- Beginnen Sie mit Ihrem eigenen inneren Haushalt.
Genau darin liegt eine stille, aber tiefgreifende Form von Hoffnung.
FAQ zu Glaube, Hoffnung, Wandel und wikiSana
Was ist der Unterschied zwischen Hoffnung und innerer Gewissheit?
Hoffnung kann noch Unsicherheit enthalten. Innere Gewissheit entsteht aus Vertrauen, Erfahrung und einer stabilen inneren Ausrichtung. Sie macht unabhängiger von äußerem Lärm.
Warum spielt Selbstbeobachtung eine so große Rolle?
Weil viele Gedanken, Ängste und Bewertungen automatisch ablaufen. Erst wenn ein Mensch erkennt, worauf er sich innerlich ständig ausrichtet, kann er bewusst wählen, was er stärken möchte.
Ist Medienverzicht ein sinnvoller Weg?
Nicht zwingend vollständiger Verzicht, aber ein bewusster und begrenzter Umgang kann sehr hilfreich sein. Dauerhafte Angstimpulse belasten das Unterbewusstsein und schwächen die innere Stabilität.
Wie macht wikiSana in diesem Zusammenhang Sinn?
wikiSana bietet einen geordneten Zugang zu ganzheitlichem Wissen, medizinischen und psychosozialen Themen sowie Persönlichkeitsentwicklung. Das kann helfen, sich abseits des üblichen Informationslärms tiefer und klarer zu orientieren.
Kann persönlicher innerer Wandel wirklich gesellschaftliche Wirkung entfalten?
Ja, denn gesellschaftliche Strukturen bestehen aus Menschen. Wenn Menschen bewusster, friedlicher, dialogfähiger und liebevoller handeln, verändert sich auf Dauer auch das Umfeld, in dem sie leben und entscheiden.
Warum wurde die Metapher des Schmetterlings so betont?
Weil sie zeigt, dass echter Wandel oft Verwandlung bedeutet, nicht bloß Optimierung. Das Alte löst sich auf, damit etwas Neues entstehen kann. Dieser Prozess braucht Zeit, Hingabe und Vertrauen.
Weitere Orientierung, wenn Sie tiefer gehen möchten
Wer das Gesagte nicht nur als Gedankenanstoß, sondern als Wegweiser nutzen möchte, findet bei wikiSana einen wertvollen Anlaufpunkt. Die Plattform versteht sich als Forum für ganzheitliche Medizin und Persönlichkeitsentwicklung. Nach eigenen Angaben wirken dort über 850 renommierte Ärzte und Wissenschaftler als Experten und Referenten mit. Dazu gehören auch Mitglieder eines wissenschaftlichen Gremiums, das Forschungsprojekte begleitet und den jährlichen Gesundheits-Award organisiert.
Für Menschen, die Gesundheit umfassender verstehen wollen, also als Brücke zwischen Körper, Seele, Bewusstsein und Alltag, ist das ein spannendes Angebot.
Besonders empfehlenswert ist der QS24 Gesundheitskompass auf wikiSana. Die erste Ausgabe erreichte bereits eine verteilte Auflage von 140’000 Exemplaren. Die zweite Ausgabe erschien im Mai 2026 und setzte einen neuen Meilenstein in der ganzheitlichen Gesundheitskommunikation: mit über 1 Million Exemplaren Auflage, davon rund 580.000 direkt verteilt im D-A-CH-Raum. Das zeigt, wie groß das Bedürfnis nach fundierter Orientierung zwischen Prävention, Ganzheitsmedizin und Gesundheitskompetenz geworden ist.
Wenn Sie regelmäßig Impulse zu Medizin, Komplementärmedizin und psychosozialen Themen erhalten möchten, dann lohnt sich auch die Anmeldung zum wikiSana Newsletter.
Und wenn Sie den Zugang zu vertiefenden Inhalten systematisch ausbauen möchten, finden Sie unter der Mitgliedschaft bei wikiSana weitere Möglichkeiten.
Abschließende Gedanken
Vielleicht ist das die wichtigste Botschaft dieses Gesprächs: Die Welt braucht nicht noch mehr aufgeregte Stimmen. Sie braucht mehr geklärte Menschen. Menschen, die nicht alles kontrollieren wollen, aber Verantwortung übernehmen. Menschen, die sich nicht vom Außen verschlingen lassen. Menschen, die ihr Herz reinigen, ihren Geist ordnen und aus Liebe handeln.
Dann wird Hoffnung nicht naiv. Dann wird Glaube nicht abstrakt. Dann wird Wandel möglich.
Herzlich,
Alexander Glogg














